Montag, 30. Juni 2025
Fahrt nach Como
Tolle Aussichten
16:59 Uhr: Am Parkplatz Piazzale Cappello degli Alpini – 400 m höher als Lecco gelegen – steht ein Denkmal. das 1975, anlässlich des 50‑jährigen Jubiläums der Gruppo Alpini Monte Barro errichtet wurde. Es besteht aus unregelmäßigen Steinblöcken, auf dessen unterer Plattform ein bronzener Alpini‑Hut liegt. Für den steinernen Teil verantwortlich zeichnet der Architekt Erminio Redael, der Alpini-Hut stammt von Giuseppe Bonacina.
- Denkmal mit Alpini-Hut
- Blick auf drei Seen
Das Denkmal interessiert mich weniger, vielmehr interessiert mich die Aussicht. Von hier aus hat man nämlich einen Wahnsinnsblick auf die drei Seen Annone, Lago di Oggiono und Pusiano.
Leider hab ich – trotz 28 mm – nicht alle drei Seen auf ein Bild drauf gebracht. Dazu hätte ich noch höher hinauf gemusst. In Google Maps gab’s da ein tolles Bild mit einem Hinweis auf einen geeigneten Fotografier-Standpunkt, aber der Weg dorthin ist für Autos gesperrt und zu Fuß wären die zwei, dreihundert Meter bei der Hitze eine Zumutung. So fahren wir den Berg wieder runter.
Erneuter Ärger mit dem Navi
Nach 350 Metern kommen wir durch einen Wald und eineinhalb Kilometer weiter unten, kurz vor Galbiate, an eine Spitzkehre. „Biegen Sie links ab“, meint das Navi. Mitten in den Wald hinein!
Da ist es wieder, das Problem mit meinem Tomtom: Straßenabstände in der Größenordnung von zwanzig, fünfundzwanzig Metern kann es einfach nicht auflösen. Das war auch schon das Problem am Freitag, als wir morgens nach Lampedusa wollten und abends nach Bussana Vecchia. Das gleiche Problem dann heute früh nach der Barriera A 7 Milano Oevest, wo wir eigentlich nach Como wollten, dann aber durch ganz Mailand gelotst wurden.
- Das Navi fordert uns auf, falsch abbiegen.
- Hier soll es tatsächlich langgehen?
Es ist sehr enttäuschend, wenn ein modernes Navigationsgerät nicht in der Lage ist, zwei parallel verlaufende Straßen – wenn diese weniger als etwa 25 Meter voneinander entfernt sind – zuverlässig auseinanderzuhalten.
Gerade in einer fremden Stadt oder bei dichtem Verkehr ist man auf präzise Navigation angewiesen. Solche Fehler bringen einen nicht nur aus dem Konzept, sondern können auch ganz schön gefährlich werden. Es ist frustrierend, dass die Technik hier offenbar an ihre Grenzen stößt – von einem Navigationsgerät hätte ich deutlich mehr Präzision erwartet. Nicht immer kann man nämlich die Fehlinformation des Navis gleich erkennen. Hier aber ist es klar und so ziehe ich es vor, dann doch lieber durch die Spitzkehre nach rechts weiter zu fahren.
Trotz Stau angekommen
Nach sieben Kilometern kommen wir dann auf die SS 26 Richtung Como. Wir brauchen dringend was zu trinken. Unser Wasser-Vorrat, den wir dabei hatten – und das war nicht wenig! – ist bei der Hitze komplett aufgebraucht. Tanken wäre auch nicht schlecht, aber entlang der SS 26 gibt es nichts, auch entlang der SP 639 nicht. Erst kurz vor Albese con Cassano, 20 Kilometer weiter, haben wir Glück, eine IP-Tankstelle. Ich will die Zapfpistole gerade greifen, da rennt der Tankwart schon daher und tankt den Panda voll (27,79 l / 50 €). Ohne 21 Cent pro Liter für Servici! Ja, das gibt es in Italien auch noch!
Im Consorzio Agrario – Supermarket Migross in Albese con Cassano – gerade mal einen Kilometer weiter – kaufen wir Wasser (sechs 0,5er-Flaschen für 1,20 €) und eine 1,5-Liter-Cola für 2,39 €. Das zischt jetzt erst mal richtig. Bei Kilometer-Stand 71.186 fahren wir weiter. Bis zum Cruise-Hotel sind es jetzt nur noch elf oder zwölf Kilometer.
Bis zur Stadtgrenze von Como geht’s ja noch ganz gut, aber unmittelbar nach dem Kreisverkehr – es ist dreiviertel sieben – geht gar nichts mehr. Stau. So kann man wenigsten in Ruhe rechts den Comer See und die Kuppel der Cattedrale di Santa Maria Assunta betrachten.
- Stau am Comer See
- Como
Vor und hinter uns nur noch eins: Stau, Stau, Stau. Das zieht sich.
- Wir haben das Hotel erreicht.
- Das meiste Gepäck bleibt im Auto.
Um vier nach sieben, Kilometerstand 71.198, kommen wir dann endlich am Parkplatz des Cruise-Hotels an. Es hat 31,5 °C. Da wir nur noch einmal übernachten müssen, lassen wir fast alles im Auto und checken nur noch mit kleinem Gepäck ein. Heute bekommen wir Zimmer 295. Das wirkt etwas älter als das 202 letzte Woche und hat eine Badewanne statt einer Dusche, aber es ist okay.
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